aer engelPatenschaftsbericht 2013
Aktion "Erzengel Rafael" der Pfarre Stegersbach

Patenschaft für Familien in der Partnerdiözese Kanjirapally (Kerala)

Wie jedes Jahr seit dem Bestehen der Aktion Erzengel Rafael standen auch heuer wieder Familienbesuche auf dem Programm. Vor allem besuchten wir Familien, von denen wir im Laufe des Jahres vom Familienprojektbüro in Kanjirapally hörten, dass sie sich in einer Situation befinden, die sie trotz der Patenschaftshilfe nicht bewältigen können. Darunter war eine von der Pfarre Stegersbach unterstützte Familie. Im Mai wurde in der Kirche eine Sammlung durchgeführt, damit diese Familie das Haus fertigstellen und einen Teil des hohen Schuldenbergs abbauen kann.

In den meisten Fällen sind Krankheiten und die damit verbundenen Kosten der Hauptgrund, warum Familien immer wieder in der Entwicklung zurückgeworfen werden. Es gibt kaum eine Familie in der nicht ein oder mehrere Mitglieder z.T. schwer erkrankt sind und regelmäßig Spitalsaufenthalte und Medikamente benötigen. Aus diesem Grund richteten wir vor einigen Jahren ein Medizinkonto ein, das nur so hilfreich sein kann wie Spenden dafür einlangen. Unter anderem konnten wir damit schon zwei Kindern im Alter von 2 und 4 Jahren die lebensrettende Operation bezahlen.

Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir einmal im Jahr vom Hotel Larimar eine großzügige Spende erhalten, mit der wir in besonders dringenden Fällen schnell und effektiv helfen können. So konnten wir heuer rasch helfen, nachdem infolge eines heftigen Sturms ein Baumriese auf ein Familienhaus gefallen war und es dem Boden gleich gemacht hat. Zum Glück waren gerade keine Personen im Haus. Durch den nahenden Monsun musste schnell gehandelt werden, damit die Familie wenigstens die Mauern und das Dach fertigstellen konnte.

Wie aus Kerala berichtet, waren die Niederschläge des Monsuns heuer so heftig wie seit 50 Jahren nicht mehr. Dadurch brachen viele Infektionskrankheiten aus wie z.B. Chicken Guinea. Diese Krankheit kann Lähmungserscheinungen auslösen, woran viele Betroffene ein Leben lang zu leiden haben. Bei der Epidemie vor 2 Jahren, z.B., starb die Hausfrau und Mutter einer unserer unterstützten Familien. Einigen Opfern dieser Krankheit hat Fr. Hubby Mathew, Direktor der PDS, mittels unseres Medizinkontos geholfen, sodass es im Moment beinahe erschöpft ist und wir auf Geldspenden hoffen müssen und auch weiterhin helfen zu können.

Es wurde schon des Öfteren erwähnt, dass wir neben dem Medizinkonto mit eingehenden Geldspenden ein Stipendienkonto eingerichtet haben. Damit bezahlen wir für die begabtesten Schüler aus den von der Aktion Erzengel Rafael unterstützten Familien nach der Grundschule den 2- Jahreskurs, der notwendig ist für eine Handwerkslehre oder Hochschulausbildung. Es ist erfreulich, dass diese Einrichtung den Ehrgeiz der Schüler ausgelöst hat, ein sehr gutes Abschlusszeugnis zu schaffen. Waren es vor einigen Jahren nur 5 Schüler, die ein ausgezeichnetes Zeugnis vorlegen konnten, so reichten heuer schon 15 Absolventen bei der Familienprojektabteilung im Pastoral Center der Diözese Kanjirapally um Unterstützung ein. Leider reichte das Geld auf unserem Konto nur für 11 dieser Schüler aus. Wir bitten auch hier weiterhin um Geldspenden, damit wir im nächsten Jahr nicht noch mehr, oder sogar alle Schüler enttäuschen müssen. Eine gute Ausbildung ist wichtig für die Zukunft der Jugendlichen, daher bitten wir dringend um Unterstützung, damit wir dieses Konto aufrecht erhalten können.

Abschließend bedanken wir uns von ganzem Herzen bei allen Paten und Gönnern dieses so wertvollen Familienprojektes, mit dem in den 15 Jahren ihres Bestehens so viel Gutes für so Viele der Ärmsten in der Bergregion Keralas geschehen konnte.

Linde Schneider im Namen aller Mitarbeiter

Zusammenfassung der wichtigsten Details von 15 Jahre „Aktion Erzengel Rafael":

Bis jetzt werden 629 Familien von 340 Paten unterstützt.

Mit Geldspenden, unabhängig von einer Patenschaft richteten wir ein Medizinkonto und ein Stipendienkonto ein.

Im medizinischen Bereich wurde wir folgt geholfen:

Bezahlung von 3 Herzoperationen, einer Nierenoperation, einer Beinoperation und einer Kropfoperation, sowie kleinere Eingriffe wie z.B. Kaiserschnitte. Geld wurde zur Verfügung gestellt für Ayurveda-Therapien bei Lähmungserscheinungen, sowie für Krankenhausaufenthalte, Untersuchungen und Medikamente, für medizinische Behelfe wie z.B. Rollstühle und Brillen.

Im Bereich der Ausbildung bezahlten wir für 65 Schüler aus Familien die von der Aktion Erzengel Rafael unterstützt werden und einen ausgezeichneten Grundschulabschluss haben, den 2-Jahreskurs der für Voraussetzung ist für eine Handwerkslehre oder für eine Hochschulausbildung.

Außerdem bezahlten wir die Ausbildung von 5 Hochschulstudenten und 4 Krankenschwestern, sowie eine Ausbildung als Ayurvedamasseur. Wir gaben Geld für den Ankauf von Schuluniformen, Schultaschen, Notebooks, Schirme und andere dringend benötigte Schulutensilien, wo die Eltern nicht dafür aufkommen konnten.
Wir gaben Geld für die Anschaffung einiger 20.000 Liter Regenwassertanks oder für Hausneubau, Zubau oder Ausbau des Hauses, für Kühe, Ziegen, Schweine oder Hühner.

Für einen kleinen Zusatzverdienst erhielten Frauen eine Nähmaschine.

Information und Kontakt:

Familie Schneider, 7551 Stegersbach, Kastellstraße 2
Tel: 03326/52127 - Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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15 Jahre "Aktion Erzengel Rafael" 

Dechant Karl Hirtenfelder / Linde SchneiderAm 23.11.2013 fand das Jubiläums-Patenschaftstreffen im Pfarrzentrum Stegersbach statt. Wie gewohnt informierte Pfarrer Hirtenfelder am Beginn der Veranstaltung über die Geschehnisse seit dem Treffen im September 2012. Im daran anschließenden Video sahen die 50 Besucher einen kurzen Rückblick auf Familienbesuche des Jahres 1999, sowie die Informationen der Familienbesuche vom Februar 2013.

Sowohl im Rückblick, als auch im aktuellen Film war eine Fahrt mit dem Jeep zu sehen, die über Stock und Stein zu Häusern der armen Familien führte. Es zeigte deutlich, dass sich in den letzten 15 Jahren in punkto Wege-Verbesserung für die Ärmsten nichts getan hat.

Um zu überprüfen wie sich die Hilfe der Aktion auswirkt, galt der letzte Besuch einer Familie, für die bereits vor 10 Jahren die Patenschaft übernommen und ausbezahlt wurde. Es war sehr erfreulich zu sehen, in welch guter Situation sich die Familie jetzt befindet. Mit der Hilfe konnte die Frau nach dem Tod ihres Mannes die Schulden zurückzahlen. Der Sohn bekam die Möglichkeit eine Ausbildung als Installateur zu machen und arbeitet jetzt in Dubai. Er verdient dort so viel, dass er nicht nur seiner Mutter helfen kann, sondern auch seiner jüngeren Schwester die Krankenschwesternausbildung ermöglicht.

In der an das Treffen anschließenden hl. Messe gedachte Pfarrer Hirtenfelder aller Lebender der Aktion Erzengel Rafael und der 24 verstorbenen Paten von armen Familien aus der Diözese Kanjirapally. 

Fotos vom Patentreffen finden Sie  >>hier - den Patenschaftsbericht: >>hier

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Familienbesuche der Aktion Erzengel Rafael /2013

Weg zum HausFamilie PuthuparampilAuch heuer haben wir im Februar wieder einige Familien besucht, die mittels Patenschaften der Aktion Erzengel Rafael unterstützt werden. Wie jedes Jahr waren zu einigen Häusern Zugänge zu bewältigen, für die ein gutes Schuhwerk, gesunde Beine und viel Mut Voraussetzung waren. Während 2 Familien nur über einen sehr steilen, felsigen Anstieg zu erreichen waren, benötigten wir zu einer anderen Familie einen Spezialjeep, der uns auf einer sehr gefährlichen Abfahrt zu dem Haus brachte. Dazu hatten wir Glück, dass wir dieses Fahrzeug mieten konnten, denn es hatte schon viele Wochen nicht mehr geregnet und alle Jeeps waren mit Wasserfässern unterwegs, um die Dörfer damit zu versorgen.

Dadurch, dass in den letzten Jahren die Regenfälle nicht mehr ergiebig genug sind, werden für die Familien die Lebensbedingungen immer härter. Durch die Trockenheit und die daraus resultierende Wassernot ist es beinahe unmöglich geworden, Rinder zu halten. Von den 7 Familien, die wir heuer besuchten, hatte nur eine einen Kuhstall mit einem einjährigen Kalb. Eine andere Familie hatte 3 Ziegen.

ZiegenstallWassertankAuch auf den Straßen sind nur mehr selten Kühe zu sehen. Für viele Familien wäre ein 20000-Liter-Wassertank eine große Hilfe. Besonders für Jene, die einen sehr langen, steilen Zugang zum Haus haben und das Wasser vom Tal holen müssen. So ein Wassertank kostet € 600, was natürlich für eine arme Familie unerschwinglich ist. Entsprechende Geldspenden wären hierfür segensreich! 

 

 

Besuch bei Familie KannamtharaveliyilVerkaufsladen der FamilieBeinahe in jeder Familie gibt es chronisch kranke Mitglieder. Außer dem Familienvater, haben in einer der von uns besuchten Familien, vom Großvater bis zu den Enkelkindern alle ein schweres Herzkleiden. Der Großvater betreut einen kleinen Shop, der eher einem größeren Hühnerstall gleicht. Der Familienvater nimmt jede Arbeit an, doch beinahe sein ganzes Einkommen geht für die Bezahlung der Medikamente auf. Mit der Patenhilfe werden sie einen neuen Shop bauen und das Haus renovieren.

Witwe LaisammaHaus von Frau LaisammaUm zu sehen, wie die Hilfe der Patenschaften anschlägt, besuchten wir auch heuer wieder eine Familie, deren Übernahme lange, nämlich bereits 7 Jahre zurückliegt. Erfreulicherweise erfuhren wir nur Positives. Nachdem der Mann gestorben war, wurde für die Witwe und ihre zwei Kinder von der Pfarre Stegersbach die Patenschaft übernommen und rasch ausbezahlt. Damit konnte die Frau die Schulden zurückzahlen, das Haus renovieren und dem Sohn die Ausbildung zum Installateur bezahlen. Jetzt arbeitet der Sohn in Dubai und bezahlt mit seinem Verdienst für seine Schwester die Krankenschwesternausbildung.
Familie Schneider

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