Kapellen

Kapellen, Wegkreuze und Bildstöcke sind Zeichen der Volksfrömmigkeit, die von den Bewohnern unserer Marktgemeinde ab 1796 errichtet wurden. Durch Kapitalstiftungen bzw. Verpflichtungen der politischen Gemeinde (kroatische und deutsche Gemeinde) wurde auch für die laufende Erhaltung gesorgt. Infolge der wirtschaftlichen Entwicklung (Neuordnung des Geldwesens nach dem 1. und 2. Weltkrieg) sind diese Geldbeträge heute völlig wertlos, sodass allen Personen bzw. Institutionen für die Betreuung und Erhaltung dieser Baudenkmäler aufrichtig gedankt werden muss. Dies gilt insbesondere für die Nachkommen der Stifterfamilien, die das Erbe ihrer Vorfahren pflegen und schätzen.
Antoniuskapelle

(Hauptplatz)

Antoniuskapelle
Die St.-Antonius-Kapelle wurde 1796 von der deutschen und kroatischen Gemeinde Stegersbach mit Unterstützung des damaligen Grundherrns (Graf Ludwig Batthyany) errichtet. 1874 fielen die „Deutsche Gasse“ und die Antoniuskapelle einem Großbrand zum Opfer. Es erfolgte ein sofortiger Wiederaufbau.
Aus der jüngeren Geschichte sind drei grundlegende Renovierungen bekannt. Die erste erfolgte 1951 auf Kosten der Gemeinde; die zweite umfasste eine Neudeckung des Daches und erfolgte 1964. Die nächste Sanierung wurde 1975 auf Initiative und Kosten des Verschönerungsvereines durchgeführt. Im Zuge der Neugestaltung des Hauptplatzes im Jahr 2009 erhielt die Antonius-Kapelle ein neues Dach und einen neuen Anstrich und das Kreuz eine neue Vergoldung.
Im pfarrlichen Leben wird die Antoniuskapelle im Rahmen der Palmprozession und für die Feier von Maiandachten benützt.

Schoaderkapelle
(Neben Haus in Schoaderstraße 24)

Schoaderkapelle

Die erste Errichtung eines Kreuzes in Schoader erfolgte 1837. Ursprünglich verpflichtete sich die kroatische Gemeinde für die Erhaltung von „2 und ein halbes Kreutz. . . und für dieselben sich verpflichten auf ewige Zeiten dafür zu haften und zu beschützen. Die deutsche Gemeinde aber nur bei einen Kreutz neben der Brucken liegend die Hälfte davon. Auch verpflichtet sich diese Gemeinde für dieses immer- während zu sorgen und dafür zu haften.
Die genauen Standorte sind leider in diesem Vertrag nicht angegeben. Es gilt aber als sicher, dass das Kreuz der deutschen Gemeinde im Bereich des heutigen Northamptonplatzes (Langbruckenkapelle) lag.

Die zwei Kreuze befanden sich im Ortsteil Schoader. Über die weitere Baugeschichte ist nichts bekannt. Laut Pfarrchronik wurde eine Kapelle in Schoader im Zuge eines Hausbaues abgetragen und nicht wieder aufgebaut. Die heutige Kapelle in der Schoaderstraße wurde nach 1950 im Zuge der Straßenerweiterung versetzt. Die Betreuung erfolgt durch die Anrainer. Im pfarrlichen Leben wird diese Kapelle zur Feier von Maiandachten benützt.

Kreuzkapelle
(neben Haus in der Grazer Straße 80) 

kreuzkapelle

Bereits 1805 wurde an dieser Stelle von Peter Rothen ein Holzkreuz aufgestellt. Sein Enkel Stephan Rothen erneuerte die Stiftung laut Stiftungsbrief vom 21. Oktober 1954. Hier sammelten sich die aus Mariazell und Maria Fieberbründl kommenden Wallfahrer/innen und zogen in die Pfarrkirche ein.

Die Kreuzkapelle in der Grazer Straße wurde 1954 von den Gläubigen der Pfarre Stegersbach anlässlich des Marianischen Jahres errichtet. Eingeweiht wurde die Kapelle von Pfarrer Tschida, auch der damalige Bürgermeister Johann Kapeski wohnte der Einweihung bei.

Durch ihre Nähe zur Straße ist sie enormen Umwelteinflüssen ausgesetzt und hat im Laufe der Jahre Schäden davongetragen. Deshalb wurde sie 2009 auf Initiative von Mag. Friederike Friedl und Walpurga Beitl restauriert.

Ausgestattet und gepflegt wird die Kapelle von den Bewohnern der umliegenden Häuser.


Steinriegelkapelle
(Gortan-Kapelle neben Haus in Hauptstraße 31) 

steinriegelkapelle

1859 von Jacob Gortan auserhalb dem Markte Stegersbach“ errichtet. In der Eingabe an das „löbliche k.k. Stuhlgericht in Güssing bittet Jacob Gortan um Erbauung eines halbrunden gemauerten Kreuzes und würde derselbe zur steten Instandhaltung desselben 50 fl 50 kr österr. Währung dotieren.

Von 2001 bis 2003 wurde die Kapelle vom Geburtsjahrgang 1941 aufwändig restauriert.
Für die laufende Erhaltung sorgt der Ortsteil "Steinriegel". Auch die Maiandachten des Ortsteiles „Steinriegel“ finden hier statt


Steinbachkapelle
(bei Haus in Steinbacher Straße 87) 


steinbachkapelle

Diese Kapelle wurde 1825 von Matthias Barlovits gestiftet. Die Bewohner des Ortsteiles sorgen heute für die laufende Instandhaltung. Maiandachten des Ortsteiles „Steinbach“ werden hier gestaltet. Auch bei der Wallfahrt nach Ollersdorf (am 25. jeden Monats) wird hier eine Station gehalten


Friedhofskapelle
(im Ortsfriedhof) 

friedhofkapelle

Diese Kapelle wurde 1908 von Stefan Fumics gestiftet.

Aus den Zinsen des Stiftungskapitals von 500 Kronen, (nach dem letzten Willen seines im Herrn entschlafenen Sohnes Peter Fumics), soll die Friedhofskapelle erhalten werden.


Kreuzkapelle
(beim Reitstall)

 

Entstehungsgeschichte: 

Auf Anregung einer Jugendgruppen aus Marchegg/NO die zu Beginn ihrer Schulferien in den 70er Jahren nach Stegersbach kamen, um hier im Reitstall „Reiterferien“ zu genießen, wurde von ihnen eine kleine Kapelle gespendet, die sie selbst entwarfen und auch selbst erbauten. Architekt Presoly, der Planer der neuen „Hl.-GeistKirche“ in Stegersbach, fand aber, dass die von der Marchegger Jugendgruppe erbaute Kapelle besser für Jäger und an den Waldrand passe. Deshalb wurde sie bei den Pflegerhäusern aufgestellt.

An dieser Stelle wurde von der Failie Leo Wagner nach den Plänen von Architekt Presoly unentgeltlich eine 16 m hohe Kapelle in Form eines dreieckigen Zeltes, die er als „Zelt Gottes“ — oder als „Camping-Kapelle“ bezeichnete, entworfen. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Famile Ferry Plisnier und anderer zahlreicher Spender konnte der Bau der Kapelle, für den rund 250.000,- Schilling aufgewendet wurden, abgeschlossen werden. Am 7. Juli 1979 weihte Dechant Alois Tonweber die "Kreuzkapelle" ein, die wegen ihres 8m hohen Kreuzes von Dechant Tonweber diesen Namen erhielt,.

2014 erwarben Sonja Jandrisics und ihre Tochter Mag. (FH) Sonja Jandrisic das Grundstück samt Kapelle und führten eine umfangreiche Renovierung und Neugestaltung durch

Die neu renovierte "Kreuzkapelle" wurde am Sonntag, dem 17. Mai 2015 im Rahmen einer Festmesse von Pfarrer Karl Hirtenfelder geweiht.

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